Halbjährliche CO₂-Berichterstattung April 2026

Heerenveen

Seit der letzten halbjährlichen CO2-Berichterstattung haben sich einige Dinge geändert. In Heerenveen wird mit einem Leistungsmessgerät > 95 % des Energieverbrauchs gemessen. Die Messung erfolgt auf Prozessebene, sodass für uns auf Geräteebene noch eine Herausforderung darstellt. Dennoch wurde mit diesem Leistungsmessgerät ein Nutzungsprofil für Heerenveen erstellt und auch alle Arten von Nutzungskorrelationen untersucht.
Man sollte sich zum Beispiel einen Zusammenhang vorstellen zwischen Gasverbrauch und einem Prozess, wann der viel Wärme benötigt. Dieses Verhältnis ist oft logisch, die damit verbundenen Zahlen sind es jedoch nicht immer. Das oben genannte Geräteverbrauchsprofil stellt die nächste große Herausforderung dar. Zu Beginn geschieht dies beim Austausch einzelner Geräte.

Auf diese Weise ist es möglich, das erzielte Ergebnis eines Geräteersatzes zu quantifizieren. Vor dem Austausch kann zwar abgeschätzt werden, wie hoch der neue Verbrauch sein wird, doch erst nach dem tatsächlichen Ersatz liegen exakte Werte vor. Die Messung der Geräte nach dem Austausch ist daher von entscheidender Bedeutung, um vollständig berichten zu können.

Neben dem gewonnenen Einblick in die Nutzungsprofile wurden auch verschiedene Einsparmaßnahmen umgesetzt. Nachfolgend sind einige davon aufgeführt:

  • Ein Satz Elektromotoren wird durch Motoren mit IE4‑Zertifizierung ersetzt. Dadurch können bis zu 5 % Energieverbrauch pro Elektromotor eingespart werden.
  • Mehrere Ventilatoren wurden abgeschaltet, da sie nicht notwendig waren. Für die Solarmodule wurden neue Einstellungen gewählt, die deren Wirkungsgrad insbesondere in den sonnigsten Momenten um bis zu 60 % steigern und insgesamt bis zu 10 % mehr Strom erzeugen.
  • Die Überdachung wurde erneuert, um eine bessere Isolierung zu erreichen. Die Wärmestrahlung wird durch die Solarmodule reduziert. Zusätzlich wurden Oberlichter abgedichtet, um zwar weiterhin natürliches Licht zu nutzen, jedoch Wärmeverluste zu minimieren.
  • Der Druck des Dampfnetzes wurde von 5,4 auf 5 bar reduziert.

 

Katwoude

Auch in Katwoude gab es keinen Stillstand. Aufgrund geringerer Wärmeverluste wurde ein Dampfrohr abgedichtet. Die neue CIP‑Installation ist inzwischen installiert und betriebsbereit. Nun geht es darum, den Energieverbrauch dieser neuen Anlage zu messen.In den letzten Büroräumen wurden zudem Bewegungssensoren installiert. Damit ist es für die Mitarbeiter nicht mehr möglich, die Beleuchtung versehentlich eingeschaltet zu lassen.
Darüber hinaus gab es Gespräche über den Einsatz von Wärmerückgewinnung bei Druckluftkompressoren. Außerdem wird ein erneuertes Verteilungszentrum gebaut, bei dem die höchstmögliche Energieeffizienz von Beginn an berücksichtigt werden kann.

 

Milchviehbetrieb

Mit Blick auf die Zukunft wurde in der Milchviehhaltung eine andere Art der Bewirtschaftung gewählt. Dabei wurde der Grundwasserspiegel erhöht, wodurch der CO₂‑Ausstoß aus Torfböden reduziert wird. Gleichzeitig wird die Bodensenkung verringert, was ebenfalls einen positiven Effekt darstellt.
Ein Nachteil dieser Maßnahme besteht jedoch darin, dass Nährstoffe aus dem Boden ausgewaschen werden können, was zu geringeren Erträgen führt. Es handelt sich somit um eine bewusste Investition in die Zukunft.